WORKSHOPS 2019


Alle Workshops werden im Rahmen des Festivals zu verschiedenen Zeiten angeboten. Sie sind für die Kategorien K1, K2 und K3 belegbar. Bei der Anmeldung können unter „Mitteilung" Workshopwünsche geäußert werden.

Wichtig: Die Kategorie K2 beinhaltet eine Einzelunterrichtseinheit, die Kategorie K3 beinhaltet drei Einzelunterrichtseinheiten. Diese können sowohl bei den Meisterkursen (s. Meisterkurse) als auch bei den unten aufgeführten Einheiten Themenspezifischer Einzelunterricht erfolgen. Bitte geben Sie Ihre Wünsche Meisterkurs und/oder Themenspezifischer Einzelunterricht - auch gerne mehrere Wünsche - unbedingt nach Priorität gelistet bei der Anmeldung an. Es wird versucht, möglichst alle Erstwünsche zu berücksichtigen.

Workshop - Basiskurs Bassklarinette
mit Prof. Anton Hollich

In Einzel - und Gruppenunterricht haben Bassklarinettisten jeglichen Niveaus die Möglichkeit, sich gezielt auf ihrem Instrument weiterzubilden und die Eigenheiten der Bassklarinette besser kennenzulernen. Darüber hinaus können Bassklarinettisten an Intonation, Tonqualität und Gestaltung arbeiten, grundlegende Spieltechniken (Ansatz, Luft und Finger) vertiefen, Fragen zu Material und Übemethodik klären.
Zusätzlich wird ein Bassklarinetten-Ensemble angeboten, das getrennt stattfindet und einen wahren "Rausch der Tiefe" verspricht.

Einzelunterricht ist für K2 und K3 möglich. Bitte bei der Anmeldung angeben.

Hinweis: Alle Einzelunterrichtseinheiten können jederzeit von allen Teilnehmern, K1-K4 hospitierend besucht werden.

Angebote im Überblick

• Basiskurs Bassklarinette

• Ensemblespiel für Bassklarinette

• Einzelunterricht Bassklarinette für K2 und K3

• Hospitation bei allen Unterrichtseinheiten

Keine Angst vorm Improvisieren oder Improvisation für Alle!   
mit N.N.

 

Freier Atem - freier Ton
mit Gordana Crnkovic

Die Suche nach dem freien Atem beziehungsweise nach der freien Zwerchfellbewegung ist im Gesangs- und Instrumentalunterricht von solch grundlegender Bedeutung, dass jeder musikalische Ausdruck dabei in uns selbst seine körperlich empfundene Entsprechung findet: Als sichtbar und hörbar gewordener Atem bestimmt die muskuläre Durchlässigkeit für unsere Atembewegung unseren individuellen Ausdruck am Instrument. Und zwar in seiner Intensität von Klang, Beweglichkeit und Resonanz. Das Bewusstsein für diesen Zusammenhang zu entwickeln, ihn musikalisch zu leben und körperlich zu erleben, ist das Ziel der atem- und körperpädagogischen Arbeit von Gordana Crnkovic. Bei der Professionalisierung befreit der körperintegrative Ansatz „freier Atem – freier Ton“ den Sänger und Instrumentalisten auf seiner Suche nach Klang und Ausdruck auf seinem Instrument.

Dabei greifen verschiedene Aspekte ineinander: Die Befreiung der Zwerchfellbewegung ermöglicht den befreiten Zugang zu körperlicher Beweglichkeit, elastischer Atemstütze und empfundener Emotion in Klang und Ausdruck. Die Präsenz auf der Bühne wird von der Geschmeidigkeit der Atem- und Spiel-Bewegung lebendig getragen und gestützt. Körperlich-muskuläre und mentale Balance entwickeln sich in einem dynamischen Wechselspiel. Freiheit, Vertrauen und Hingabefähigkeit bedingen einander auch im musikalisch-persönlichen Ausdruck.

 

Wenn der Körper glücklich klingt - Ein anderer Weg seine Instrumentaltechnik nachhaltig zu verbessern
mit Junko Otani Mast

Kennen Sie das Gefühl eine schwierige Passage schon x-mal geübt zu haben und sie doch nicht oder nicht immer sauber und mit Leichtigkeit spielen zu können? Das Gefühl, dass in Konzertsituationen plötzlich der Atmen zu kurz wird, der Mund austrocknet oder die Hände kalt und feucht werden? Kennen Sie die Enttäuschung am Konzert/ Wettbewerb nicht die beste Leistung gezeigt zu haben? Oder kennen Sie sogar Schmerzen oder Verspannungen beim Spielen ihres Instrumentes?

Dies alles sind Anzeichen dafür, dass ihnen noch ein wichtiger Baustein für die Optimierung ihres Instrumentalspiels fehlt. Hier setzt die Technik / der Lernweg von F.M. Alexander an. Alexander Technik (kurz A.T. genannt) hat zum Ziel, sein persönliches Potential ungehindert für die eigentliche Hauptaufgabe (Instrumentalspiel, berufliche und andere Tätigkeiten) entfalten zu können.

A.T. ist keine Therapie. Trotzdem hilft sie auch bei Beschwerden aller Art, die durch unbewusste Fehlhaltungen und ungünstige Koordination entstanden sind. Durch AT finden wir einen erfolgreichen Weg zu befreitem Atmen und dessen positive Wirkung, zu nachhaltigen Lösungen gegen Verspannungen und Schmerzen im Nacken-/ Schulterbereich, an Armen, Beinen und im Rücken, zu schnellen, beweglichen, kontrollierten Fingerbewegungen und dadurch sicheres Ausführen auch anspruchsvoller Passagen, zu Wohlbefinden beim Spielen im Sitzen und im Stehen, für die mentale Vorbereitung auf Konzerte, Wettbewerbe und Probespiele und gegen Lampenfieber und andere Störfaktoren.

A.T. ist eine pädagogische Methode /ein Lernweg seine Gewohnheiten zu erkennen, zu verstehen und so zu verändern, dass sich Verspannungen lösen, Nervosität und Anspannungen verschwinden und Schmerzen keine Chance geben. Ihre Anwendung weckt die „Körperintelligenz“ und fördert dadurch auch den Energiefluss und das psychische Wohlbefinden. http://www.junko-otani.com/de/

 

"Üben, wie geht das noch gleich?"
mit Florian Schüle

In einem kurzen Vortrag wird erläutert wie "Üben" und "Lernen" eigentlich abläuft. Was passiert in unserem Gehirn? Wie speichern wir Informationen ab? Wann sind sie zuverlässig und abrufbar gespeichert? Was kann man tun, um effizient zu üben? Was stört uns beim Üben? Im Anschluss an den Vortrag werden konkrete Tipps gegeben und es soll gemeinsam mit einem oder mehreren Freiwilligen ein konkreter Fall bearbeitet werden. Dann bleibt noch Zeit für Fragen, Erfahrungsaustausch und eine offene Diskussion zum Thema. Alle Teilnehmer können ihre Instrumente mitbringen, um verschiedene Einheiten live zu erleben.

 

Mindmapping als Übestrategie und Vorbereitung auf Konzerte und Probespiele
mit Florian Schüle

In diesem Kurs wird die Technik des Mindmapping vorgestellt. Es geht darum, eine interpretatorische - und dadurch auch instrumentaltechnische - mentale Landkarte anzufertigen und diese Karte als "Navigationssystem" in Vorspiel- und Stresssituationen einzusetzen. Außerdem soll, von der entwickelten Landkarte ausgehend, ermittelt werden, was und wie konkret an dem betreffenden Werk zu üben ist.

Nach einer Einführung in die Technik soll an konkreten Beispielen, wie etwa mitgebrachten Solokonzerten und Probespielstellen, gezeigt werden wie diese funktioniert. Ziel ist es, mehr Sicherheit und Souveränität im Vortrag und effiziente, selbständige Übetechniken zu entwickeln.

Der Kurs richtet sich für die aktive Teilnahme an Studenten und interessierte Profis. Da sich bei diesem Thema vieles gedanklich abspielt, steht der Kurs auch hospitierenden Teilnehmern offen.

 

Historische Klarinetten: Was wir von den bautechnischen und klanglichen Besonderheiten der originalen Instrumente über die Interpretation der dafür geschriebenen Literatur lernen können
mit Florian Schüle und Kilian Herold

In einer direkten Gegenüberstellung werden historische Instrumente im Vergleich zur modernen Klarinette vorgestellt. Anhand der jeweils passenden Literatur wird veranschaulicht, in wieweit die Unterschiede unsere Interpretation und die Herangehensweise an das Werk beeinflussen. Es gibt die Möglichkeit dies selbst mit einfacher Literatur wie Duetten oder Trios kennenzulernen und auszuprobieren. Es werden aber auch Beispiele aus der Probespielliteratur vorgestellt und bearbeitet

Unterrichtsforum
mit Julien Laffaire

Das Unterrichtsforum will eine Plattform bieten für Fragen, Erfahrungen, kreative Ideen und Anregungen zur Klarinettenpädagogik. Anhand von praktischen Übungen und im regen Austausch werden unterschiedliche Aspekte des Klarinettenunterrichts wie Ansatz, Haltung oder Klangvorstellung behandelt. Die Veranstaltung wendet sich an Instrumentallehrer und Ausbilder im Musikverein, ist aber offen für alle neugierigen Klarinettisten.

Kubanische Musik für Klarinettenensemble
mit Aristedes Porto Garcia

Der Workshop beinhaltet eine Einführung in die kubanische Musik,  das Erlernen kubanischer Rhythmen und das Einstudieren verschiedener Originalkompositionen für Klarinettenensembles aus Kuba.

Keine Angst vorm Improvisieren oder Improvisation für Alle! - Eine Einführung
mit Michael Heitzler

Beschreibung folgt

Improvisation für Fortgeschrittene
mit Michael Heitzler

Beschreibung folgt

Blattbearbeitung
mit Hanstoni Kaufmann

Ziel des Workshops Blattbearbeitung ist es, gute Blätter zu erkennen und sie an das Mundstück, das Instrument und die eigenen Spielgewohnheiten anzupassen. Hanstoni Kaufmann wird dazu theoretische Hintergründe für den Prozess vom Rohr zum Blatt sowie Einsichten in Blattgeometrie und Schwingverhalten vermitteln. „Die Erkenntnisse über Blattkorrekturen sind einleuchtend und leicht in die Praxis umzusetzen", betont Kaufmann. Im Vordergrund steht deshalb das Korrigieren von gekauften ausgesuchten Blättern. Die Teilnehmer erlernen handwerkliche Fertigkeiten um verschiedene Blattprobleme selbst zu beheben. So lernen sie unter anderem die Spielfähigkeit der Blätter und die Ansprache zu verbessern, die Blattgeometrie zu optimieren, die Ursachen von Rauschen zu beheben, schwere/leichte Blätter zu korrigieren und den Klang zu verändern und anzu-passen.

Der praktische Teil des Kurses wird 2x angeboten und steht insgesamt 30 Personen offen.

Tomatis Hörtraining
mit Kirsten Klopsch / Hörakademie Staufen

 „Hören neu erleben - Das Musikertraining nach Alfred Tomatis"

(Vortrag für alle)

Das Musikertraining nach Alfred Tomatis ist eine Weiterentwicklung der Tomatis-Hörtherapie für professionelle Musiker. Die Tomatis Hörtherapie, die eine intensive Maßnahme zur Verbesserung der Hörverarbeitung und -wahrnehmung ist, hilft Kindern mit Lese-/Rechtschreibproblemen, mit Verhaltensauffälligkeiten, mit Problemen in der Konzentration und Aufmerksamkeitssteuerung, mit Sprach- und Sprechstörungen, aber auch Erwachsenen, die unter Burnout, Hörstörungen und beginnender Schwerhörigkeit leiden.

Die ursprünglichen Forschungen des französischen Phoniaters Dr. Alfred Tomatis begannen in den 50-ger Jahren des letzten Jahrhunderts während seiner Arbeit mit Opernsängern, die mit Stimmproblemen zu ihm kamen. So entdeckte und erforschte er die engen Zusammenhänge zwischen Hören, Wahrnehmen, Stimmklang und musikalischer Ausdrucksfähigkeit. Denn: nur die Frequenzen, die wir differenziert wahrnehmen können, sind auch im Klang unserer Stimme bzw. im Klang unseres Instruments enthalten. Tomatis entwickelte im Laufe der Zeit eine vielschichtige Methode, die jedem Musiker ermöglicht, effektiver und dadurch schneller komplexe akustische Reize zu verarbeiten, somit die gesamte Hörwahrnehmung zu entlasten und zu einem anderen klanglichen und musikalischen Ausdruck zu kommen.

Im Vortrag werden Sie neben einer Vorstellung der Forschung und der Hörtherapie von Dr. Tomatis über die Weiterentwicklung der Methode zum Tomatis-Musikertraining informiert.  Weiterhin wird veranschaulicht und erlebbar gemacht, welch komplexe Leistung unsere Ohren und unser Gehirn 24 Stunden am Tag vollbringen, wie eng der Zusammenhang zwischen Hören, Gleichgewicht und Körpereigenwahrnehmung ist und wie auch professionelle Musiker, die ein gutes Hörvermögen haben, von dem Musikertraining profitieren können.

Aktive Sitzung – Training der audio-instrumentalen Schleife

(für max. 8 Teilnehmer)

In den Aktiven Sitzungen wird die von Alfred Tomatis entdeckte und beschriebene Audio-instrumentale-Schleife nach den drei Tomatis-Gesetzen trainiert.

(3 Tomatis-Gesetze):

Ein Instrumental-(oder Stimm-)klang enthält nur die Frequenzen, die das Ohr wahrnehmen kann.

Gibt man dem Ohr die Möglichkeit, optimiert wahrzunehmen, verbessert sich augenblicklich und unbewusst das klangliche Ergebnis.

Die über einen bestimmten Zeitraum dauernd wiederholte akustische Stimulation bringt eine endgültige Veränderung der Hörwahrnehmung und des klanglichen Ausdrucks mit sich.

Die MusikerInnen spielen während der aktiven Sitzung in ein Mikrofon und hören ihren eigenen Klang simultan individuell gefiltert über spezielle Kopfhörer und Knochen-klangverstärker. Da jede/r MusikerIn eine andere Rückmeldung benötigt, ist der Prozess, die „richtige“ Rückmeldung zusammen mit der Kursleitung zu finden, eine bereichernde Erfahrung. Ziel der dann am Folgetag stattfindenden aktiven Sitzung ist, dass die Hör- und Selbstwahrnehmung der MusikerInnen mit Hilfe dieser Rückmeldungsschleife geschärft wird und gemeinsam Ideen entwickelt werden, wie diese Erfahrung für die Zukunft nachwirken kann.

 

„Carrot Clarinets“
mit Yannick Trares

Bekannt geworden durch Linsey Pollak gibt es die Karottenklarinette nun auch in Staufen! Mit Bauanleitung, selbst gestaltetem Schallbecher und einem appetitlich klingenden, zweiminütigen Abschlusskonzert als Häppchen obendrauf. Eigenes Mundstück und Blatt bitte mitbringen.

Warm-up für Klarinettisten im Blasorchester
mit Yannick Trares

Einspielen – wie geht das, was macht man da? Einspielen geht, wenn es mal schnell gehen muss, auch ohne Klarinette! Sinnvolle Übungen zur Verbesserung der Atmung und für einen optimalen Klang. Gerade für Probenwochenenden und vor langen Proben interessant, um den Ansatz nicht schon durch das Einspielen vor der Probe zu sehr zu ermüden. Klarinette bitte trotzdem mitbringen.

Pflegeworkshop
mit Uli Schneider / Gillhaus

Welcher Klarinettist kennt das nicht: plötzlich bricht eine Feder oder ein Polster fällt heraus. Gut, wenn man sich in solchen Momenten selbst zu helfen weiß. Uli Schneider, Klarinettenspezialist von Musik Gillhaus in Freiburg, gibt in seinem Pflegeworkshop nicht nur Tipps für Notfallreparaturen. Vielmehr wird er Grundsätzliches zur Königin aus schwarzem Holz sagen, technische Details erklären und auf die Unterschiede zwischen deutschem System und Böhmsystem eingehen. Im Mittelpunkt seines Workshops wird aber die alltägliche Pflege stehen. Was muss dabei beachtet werden, wenn die Freude am Instrument von Dauer sein soll? Was kann ich machen, wenn Probleme auftauchen? Welche Materialien und Werkzeuge brauche ich, um mir selbst zu behelfen? Auf all diese Fragen wird Uli Schneider eine Antwort und ein Notfallset parat haben.    

Ensemblespiel

Im Rahmen des Festivals können alle Festivalteilnehmer am Ensemblespiel, das voraussichtlich in den Abendstunden stattfinden wird, teilnehmen. Jedes Ensemble trifft sich zweimal und wird Literatur auf verschiedenen Niveaustufen üben und Stücke für das Abschlusskonzert am Sonntag vorbereiten. Die Ensembles werden auf verschiedenen Niveaustufen angeboten.

Die Anmeldung erfolgt über Listenaushang nach der Begrüßung.

klangART Instrumente. Noten. Zubehör

Im Rahmen des Festivals findet die klangArt  -  eine Ausstellung mit Instrumenten, Noten und Zubehör statt. Die klangART bietet Momente der Begegnung mit Instrumentenbauern und Fachhändlern sowie die Möglichkeit Neuheiten kennenzulernen, Instrumente und Zubehör in Ruhe zu testen und (nach Absprache auch im Einzelunterricht) auszuprobieren. Interessierte Klarinettisten finden in der klangART fachliche Beratung zu Literatur, Blätter, Musikwerke, Solo- und Ensembleliteratur sowie zu allen weiteren Themen rund um die Klarinette. Zusätzlich machen die Aussteller ihre Produkte in kleinen Workshops für die Teilnehmer praktisch erfahrbar.

Die klangART und ihre Workshops stehen auch Gästen ohne Teilnehmerkarte offen.

 

 

 

 

 

 


 

SEITE DRUCKEN

Veranstaltungen